Archive for June, 2010
Die verstrickte Dienstagsfrage 26/2010
Es ist mal wieder Dienstag, und wie ueblich fragt auch wieder das-wollschaf
Was war euer lustigstes oder schlimmstes Erlebnis, das mit Stricken zu tun hat?
Herzlichen Dank an Tanja für die heutige Frage!
Irgendwie ist mir beim Stricken noch nie gross was passiert – weder lustig noch aergerlich (wenn man mal von diversen Katzen absieht, die ganze gerne mal in die Nadeln beissen, oder nach dem Gestrick schnappen und mit den Krallen Maschen langziehen). Wollknaeueljagen seitens der Katzen ist schon wieder lustig.
Ganz am Anfang, als wir unseren schwarzen Labbi-rueden Ruben relativ neu hatten, und ihn zum einkaufen daheim gelassen haben (zusammen mit seinen zwei Damen), hat er sich an meinem Sockenstrickzeug vergriffen, dass ich dummerweise in Reichweite hatte liegen lassen. Der halbfertige Socke war zerkaut und aufgeribbelt, die Nadeln verbogen, und eine Nadel des Nadelspiels ist bis heute nicht wieder aufgetaucht… .
Die verstrickte Dienstagsfrage 25/2010
Heute fragt das das-wollschaf
Mir fällt auf, dass es immer mehr Vorlagen zum Stricken von Haushaltsgegenständen gibt und ich sehe auch in den Blogs
interessante Strickstücke. Ich möchte keine Abgrenzung zwischen Gebrauchsgegenständen und Dekorativem machen, weil die
Grenzen teilweise fließend sind. Hier ein paar Beispiele: Topflappen, Gläseruntersetzer, Spül-/Wischlappen, Schutzhüllen
für heiße Gläser oder Tassen, Kunststrickdeckchen, Eierwärmer, Blumenübertöpfe, Teekannenwärmer,
Toilettenrollen-Stölpchen, Tischsets/Tellerunterlagen, Topfuntersetzer, Lesezeichen, Einkaufstaschen, Halterungen für
die Fernbedienung, Bade”schwämme”, um eine kleine Auswahl zur Anregung zu nennen.
- Hast du schon einmal Haushaltsgegenstände gestrickt? Welche?
- Wenn du noch keine gestrickt hast: warum nicht?
- Hast du für den eigenen Haushalt oder zum Verschenken gestrickt?
- Strickst du diese regelmäßig oder lässt du dich anstecken, wenn sie gerade als Hype durch die Blogs wandern?
- Entwirfst du selbst oder verwendest du Vorlagen?
- Strickst du sie aus Bedarf oder “für Spaß”?
Herzlichen Dank an Michaela für die heutige Frage!
Ein paar Gebrauchsgegenstaende habe ich tatsaechlich schon gestrickt – z.B. Eierwaermer fuer den eigenen Haushalt, damit die Fruehstueckseier nicht kalt werden. Entstanden sind sie aber vor allem, weil ich nicht wusste, was ich sonst mit den Wollresten machen soll. Ausserdem habe ich einige Handysocken zum Verschenken gestrickt. Die Eierwaermer waren Eigenkreaktionen, die Handysocken wurden nach Anleitung gestrickt.
Ansonsten habe ich aber keine Ambitionen, Haushaltsgegenstaende zu stricken. Mein Angebot, Topflappen zu haekeln, stiess in der Familie auf Widerstand, Toilettenrollenstoelpchen werde ich bestimmt nicht stricken. Ich habe eine sehr nette Anleitung fuer ein gehaekeltes Lesezeichen (eine Lesemaus) gefunden – die werde ich aber bestimmt nochmal machen (wenn ich es schaffe, Staebchen zu haekeln).
Experiment no 2
I’m not sure whether knitting two socks on two circular needles at the same time really is quicker than knitting each sock separately on a set of double-pointed needles – I spent a lot of time unravelling knots and sorting out which ball of yarn belongs to which sock… . The whole experiment was a bit unsatisfactory.
Having said that – knitting with circular needles instead of a set of needles seemed to be quicker, though, as there is less time spend moving from needle to needle. I have thus started experiment no 2 – knitting 1 sock on two circular needles. So far, it is going very well, and I think I am definitely quicker with the socks. I still need a week to finish a pair, though, and feel a bit envious of those who manage to knit 12 pairs of socks in a month (but maybe they spend some more time with knitting then I do). Two more pairs to go, then this “order” – a set of seven pairs, knitted from Fortissima Socka Mexiko Landhaus Color – I just love those colors – is done … Pictures to follow once all pairs are completed.
Currently, I am reading this book - I am looking forward to knitting a few more socks… which are funkier and fit better.
P.S.: I just found this - and promptly put it on my wishlist
Schon wieder Dienstag…. Heute fragt das-wollschaf:
Katzen und Wollknäuel stehen sinnbildlich für den Haushalt einer Strickerin. Welches Haustier habt ihr (Männer und Kinder zählen hier nicht
)?
Herzlichen Dank an raglannudel für die heutige Frage!
Wie es sich fuer eine Strickerin gehoert, gehoeren zu unserem Haushalt Katzen (gleich drei davon), die es sich abends sehr gerne auf dem Schoss der Strickerin niederlassen, und auch schon mal Krallen und Zaehne in Wollknaeuel und zu strickendes hauen. Stricknadeln, Massband und heruntergefallene Wollknaeuel werden auch sehr gerne gejagt.
Hunde gibt es in unserem Haushalt auch, allerdings sind die deutlich weniger am Strickzeug interessiert als die Katzen.
Die verstrickte Dienstagsfrage 22/2010
Heute ein sehr interessante Frage von das-wollschaf!
Nach meiner Beobachtung gibt es unterschiedliche Arten von
Strickerinnen, grob konnte ich folgende Kategorien feststellen:
- die Forscherin: erschließt sich gern neue Techniken, ist an neuen
Methoden sehr interessiert, eignet sie sich an und integriert sich gern
in ihre Strickpraxis
- die Beständige: hat ein festes Repertoire an Techniken, aus denen sie
schöpft, ist an einer Erweiterung nicht sehr interessiert.
- die Historikerin: interessiert sich für das Stricken in der
Vergangenheit, von Vintage Knits über vergangene Jahrhunderte bis hin zu
mittelalterlichen Vorläufertechniken. Rekonstruiert gern.
- die Innovative: ihr geht es darum, auch stricktechnisch die neuesten
Trends aufzunehmen und zu verarbeiten.
- die Selbstlose: strickt meist für wohltätige Zwecke und/oder andere
(Familie, Freunde, auch Auftragsarbeiten)
- die Avantgardistin: ihre Strickpraxis beginnt dort, wo andere längst
aufgehört haben: sie arbeitet mit Plastikbändern, Draht,
Kassettenbändern, ist im Freeformbereich tätig oder strickt prinzipiell
ohne Anleitung.
- die, die Faserverarbeitung wörtlich nimmt: strickt vor allem mit
Materialien, die sie, soweit es ihr möglich ist, selbst verarbeitet hat
(Schafe scheren, Wolle waschen, Kardieren, Färben, Spinnen etc.)
Kaum jemand erfüllt eine Kategorie vollständig (Schafe scheren …) oder
gehört ausschließich einer einzigen Kategorie an. Wo würdest Du Dich
sehen? Bist Du damit zufrieden oder würdest Du Dir gerne etwas anderes
erschließen?
Herzlichen Dank an Jinx für die heutige Frage!
So richtig habe ich mir nie darueber Gedanken gemacht, zu was fuer einer Kategorie Strickerin ich gehoere. Nutzen wir also die Gelegenheit, und da ich methodisch veranlagt bin, arbeiten wir die Liste eins nach dem anderen ab.
Die Forscherin: bin ich zwar von Berufs wegen, aber was das Stricken anbetrifft – eher nein! (siehe auch den vorhergehenden Blogeintrag). Da bleibe ich lieber bei dem, was ich kenne und kann, und bin wohl eher als die Bestaendige (kann man vielleicht auch als die Traditionelle bezeichnen). Ich stricke, was ich kann, meist glatt rechts, vielleicht auch mal ein einfaches Lochmuster, meist Socken und Handschuhe und andere Accessoires, und das wars.
Eine Historikerin was das Stricken anbetrifft, bin ich auf keinen Fall. Ich finde es zwar interessant (und spannend), eine Handarbeitstechnik zu beherrschen, die es seit Jahrhunderten gibt, aber das war es dann auch. Innovativ bin ich auch nicht, mein Motto ist “stick to the tried and tested”, und selten probiere ich mal was neues aus. Mal ein ungewoehnliches Garn, oder eben zwei Socken auf zwei Rundstricknadeln, aber da hoert es dann auch wieder auf.
Stricken tue ich vor allem fuer andere (meist wird Selbstgestricktes zu Geburtstagen, Weihnachten und anderen Anlaessen verschenkt. Ob ich deshalb als die Selbstlose zu bezeichnen bin, weiss ich nicht – ich stricke, weil es mir Spass macht, und das dabei was fuer andere rauskommt, ist prima. Auftragstricken habe ich nie gemacht, und werde ich auch nicht machen – stricken ist ein Hobby fuer mich.
Eine Avantgardistin bin ich auf keinen Fall – ich finde schon manche Garne, die es heute gibt, recht abenteuerlich! Eine, die Faserverarbeitung wörtlich nimmt, bin ich auch nicht – bei mir kommt die Wolle aus dem Wollladen oder aus dem Onlineshop. Zum selber Schafe scheren, Faerben und Spinnen fehlt mir die Zeit – neben dem Stricken gibt es ja auch noch den Garten
Zusammengefasst kann man mich also als selbstlose Bestaendige bezeichnen – und damit bin ich eigentlich auch sehr zufrieden!
Experiment
In an attempt to speed up my knitting (there are 4 more pairs of socks to be completed before the austral winter starts) I thought I try out knitting two socks at once on two circular needles. Instructions how to do this are abound on the web (see here, here or here), and there are even books dedicated on how to do this… .
Being a bit cautious, and not sure I’d get the beginning right, I cast on each sock the traditional way – on a set of double-pointed needles, and then, after the first round of knitting, transferred them to the two circular needles. Knitting the cuff was easy (I eventually need to get past the k2 p2 rib pattern, but everytime I pick up my needles to knit socks, my hands do this automatically), when I got to the heels, I knitted each separately because it was much easier and quicker than to figure how to do it. So, within two evenings, I completed two socks up to the heel (but admittedly, with a short cuff), let’s see how long it will take me to complete the pair.

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