Archive for January, 2012
Die verstrickte Dienstagsfrage 5/2012
Heute fragt das Wollschaf kurz und knapp:
Wie leicht oder schwer fällt es Euch, beim Stricken früh erlernte schlechte (An-)Gewohnheiten abzulegen?
Vielen Dank an Martine für die heutige Frage!
Eigentlich bin ich mir keiner schlechten Angewohnheit bewusst – ich stricke so, wie ich es vor Jahrzehnten gelernt habe, und es funktioniert
. Aber vielleicht liegt es daran, dass mich bisher noch niemand auf schlechte Angewohnheiten aufmerksam gemacht hat, und Vorschlaege gemacht hat, wie ich es verbessern koennte. Gut, die Zopfnadel/Hilfsnadel/Stopfnadel wird ganz gerne mal mit dem Mund gehalten, und auch das Faeden verstecken koennte ich noch verbessern (aber wie???????????). Ausserdem halte ich Maschenproben stricken fuer ueberfluessig (meist kommt es aber hin), und ich horte (ausgedruckte) Strickanleitungen, die ich wahrscheinlich nie im Leben nachstricken werde… …
Aber meine Strickecke auf dem Sofa ist einigermassen aufgeraeumt – aber das ist einfach, wenn man nur ein Teil nach dem anderen strickt.
Die verstrickte Dienstagsfrage 4/2012
Heute bittet das Wollschaf darum, aus dem Naehkaestchen (bzw. Strickkoerbchen) zu plaudern:
Wenn man mit einem Hobby wie das Stricken oder Häkeln beginnt, geht es in einer ersten Phase darum, Techniken zu erlernen, zu beherrschen und zu verstehen und sich somit Herausforderungen zu stellen. Die Entdeckung an sich macht Spaß, und nach dem Motto “Mal gucken, wie es geht und ob ich das schaffe” beschäftigt man sich, solange alles neu und aufregend ist, schon mal mit Projekten, die man sonst nicht in Angriff nehmen würde. Bei mir waren es zum Beispiel Lace-Arbeiten, Zierdeckchen und Dekogegenstände, die ich als Kind und Jugendliche im Überfluss und in allen Varianten gestrickt und gehäkelt habe. Ist diese erste Entdeckungsphase aber vorbei und hat man sich selbst bewiesen, dass man bestimmte Dinge kann, werden sie uninteressant – und sind einem mitunter rückblickend, so geht es mir zumindest, vielleicht sogar eher peinlich. Ich bin neugierig: Was habt Ihr so in Eurer “Anfängerphase” gestrickt oder gehäkelt, was Ihr heute auf gar keinen Fall mehr machen würdet?
Vielen Dank an Martine für die heutige Frage!
Das allererste, was ich gestrickt habe (auf einer aus einer Klorolle gebastelten Strickliesel) war eine mehrere Meter lange geringelte Schlange. Die wurde ausgestopft, und mit Augen und Zunge versehen. Dann kam ein krausgestrickter Teddy dazu (in der 4. Klasse entstanden). Den habe ich unlaengst im Keller meiner Eltern wieder gefunden und fuer meine Tochter mitgenommen, da ich ihn immer noch sehr huebsch finde. Puppenkleider habe ich nie gestrickt, ob ich Topflappen gehaekelt habe, weiss ich gar nicht (bestimmt – irgendwie muss ich ja haekeln gelernt haben!). In meiner Teeniezeit in den 80zigern habe ich Pullover und Schals und Handschuhe gestrickt, allerdings auch nicht im Uebermass. Die, die ich gestrickt habe, gibt es noch, und so schlimm waren die wirklich nicht! Zwei Islandpullis aus Studizeiten existieren auch noch, und die sind zeitlos.Alles, was ich in dieser Zeit gestrickt habe, wuerde ich durchaus wieder stricken – und manchmal frage ich mich sogar, woher ich die Geduld dafuer hatte!
Nach einer laengeren Strickpause (in der Wueste ist es nun mal zu warm zum stricken) stricke ich jetzt seit ein paar Jahren wieder – und probiere auch immer mal wieder was neues aus, unter anderem habe ich das Lochmuster/Lace stricken entdeckt. Peinlich ist mir davon aber nichts, und vieles, was ich ausprobiere, wende ich auch weiterhin an. Jetzt muss ich mir nur wieder an grosse Teile wagen (ok, ein Anfang ist gemacht) und mehrfarbiges Stricken.
Ein neuer Versuch
Ich bin ja bekennende Kleinteilstrickerin – der letzte Versuch, was grosses zu stricken, endete in diesem Zustand:
Vorgestern habe ich mir ein Herz gefasst, die Wolle (Schachenmary Punto) wieder rausgekramt (es liegen ja noch genug Knaeuel rum) und einen neuen Versuch gestartet. Allerdings nicht mehr diesen Pullover (wer braucht schon ein Zelt), sondern mit einer Strickjacke aus dem Fischerwolle Katalog (diese hier). Gut 10 cm habe ich schon geschafft, aber mir graut schon vor den naechsten 34cm einfach gerade aus in glatt rechts
Da es aber ein Geburtstagsgeschenk werden soll, muss ich mich dranhalten. Die Wolle verstricke ich uebrigens nicht mit der empfohlenen Nadelstaerke von 3,5 – 4,5, sondern mit 3 – alles andere wird zu labbrig. Heisst zwar, dass ich irgendwann eventuell ein bisschen rechnen muss, aber DAS kann ich schon.
Mir ist uebrigens vor kurzem der Norwegerpulli in die Haende gefallen, den ich zu Abizeiten gestrickt habe. Mit Nadelstaerke 3,5 gestrickt. mehrfarbiges Muster – wo habe ich damals die Geduld und Ausdauer dafuer hergenommen?
Unerschoepfliche Energiequelle?
Habe ich zwar schon vor einiger Zeit gefunden, aber trotzdem sehr interessant (und witzig)
http://www.guardian.co.uk/science/grrlscientist/2012/jan/07/1?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+ResearchBloggingAllEnglish+%28Research+Blogging+-+English+-+All+Topics%29
Wer also einen Hamster zu Hause hat, sollte mal anfangen zu basteln. Aber bitte nicht das Laufrad unter Strom setzen!
Resteverwertung
Wir habe ja fuer Weihnachten fleissig gebacken – und wie das halt manchmal so ist, ist bis Dreikoenig nicht alles aufgegessen. Also muessen die Reste irgendwie weiterverarbeitet werden.
Aus diesem
wird z.B. dies:
Ein Lebkuchen-Kuchen! Einfach lecker. Der Kuchen ist von Natur aus schon saftig, aber ich habe ihn gleich nach dem Backen quer durchgeschnitten und mit Pfirsichmarmelade gefuellt. Natuerlich sollte man erst die Deko abfuttern, bevor man den Lebkuchen verarbeitet.
Eine Hose fuer’s (Puppen)baby
Meine Schwiegermutter hat meiner Tochter einen wunderhuebschen Puppenpulli gestrickt, passend zu einem Pulli fuer meine Tochter. Da es in letzter Zeit relativ kalt war, und das Lieblings”baby” meiner Tochter keine passende Hose besass, musste eben schnell eine gestrickt werden. In blau.
Gestrickt habe ich die Hose aus einem Uralt-Garn, das sich in meinem Stash befand. Dralon Ombre von Junghans, 100% Polyacryl. Von der MaPro (10 cm = 30M), und zu benutzender Nadelstaerke (2,5) entspricht es etwa Sockengarn.
Die Hose passt einer 30 cm grossen Puppe, und wird von unten aus in Runden gestrickt.
1. Bein:
28 M anschlagen, zur Runde schliessen
6 R kraus re stricken, danach glatt re weiter stricken.
Gleichzeitig 8x in jeder 6. Reihe je 2 M zunehmen, die 1. Zunahme immer nach der 2. M nach Rundenanfang, die 2. Zunahme vor der vorletzten M vor Rundenende. So befinden sich die Zunahmen an der Innenseite des Hosenbeins. Am Ende der Zunahmen hat man 44 M. Nach insgesamt 48 R den Zwickel arbeiten. Dafuer am Rundenanfang und -ende 1x 2 M und dann in jeder 2. Reihe 2×1 M abketten. Die verbleibenden 36 M stilllegen.
2. Bein:
Wie das 1. Bein stricken, aber die M am Ende nicht stilllegen, sondern mit dem 2. Bein zur Runde schliessen (insgesamt 72 M). Die abgeketteten M bilden den Zwickel.
Dann 4 – 7 cm gl re in Runden stricken, je nach dem, wie lange man den Bund gerne haben moechte. Wenn die gewuenschte Laenge erreicht ist, gleichmaessig verteilt 8 M abnehmen und dann 8 Reihen Buendchenmuster (2re, 2li im Wechsel) stricken.
M abketten, Faeden verstecken und Zwickel schliessen.
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Galette des Rois
Der Galette des Rois ist ein Kuchen, der im noerdlichen Teil Frankreichs traditionell zu Epiphanias (dem 1. Sonntag nach Dreikoenig) gegessen wird. Er besteht aus Blaetterteig, der mit einer Mandel-Ei-Sahne-Masse (Frangipane) gefuellt wird.
In der Mandelmasse ist eine dicke Bohne versteckt – derjenige, der sie findet, ist Koenig (oder Koenigin) fuer den Tag, und darf die Krone tragen (die praktischerweise gleich vom Baecker mitgeliefert wird).
Obwohl der Galette des Rois recht einfach zu backen ist, haben wir unseren dieses Jahr vom Baecker. Unser Baecker hatte aber keine dicken Bohnen in seinen Galettes versteckt, sondern viel nettere kleine Dinge – ich habe dieses niedliche Tierchen darin gefunden:
Eine Schildkroete. Eine Maus waere ja noch passender gewesen, aber Schildkroeten mag ich auch sehr sehr gerne.
Die verstrickte Dienstagsfrage 3/2012
Heute fragt das neugierige Wollschaf:
In den letzten Tagen habe ich in skandinavischen und baltischen Strickblogs des öfteren gelesen, dass viele den “Vorwand” der Jahreszahl 2012 nehmen wollen, um besondere Projektreihen zu starten: Einige haben sich für 2012 vorgenommen, in 12 Monaten 20 Sockenpaare stricken, andere 12 Pullover in 12 Monaten, andere innerhalb von 12 Monaten an 20 KALs teilzunehmen, andere wiederum wollen 20 Strickwerke à 12 Knäuel anfertigen. Habt Ihr auch schon mal an eine solche Zahlenspielerei gedacht oder würdet Ihr überhaupt solche Projektreihen starten wollen?
Vielen Dank an Martine für die heutige Frage!
Ganz klare Antwort: NEIN. Ich bin schon am Versuch, an einem KAL (dem hier) teilzunehmen gescheitert, weil erst nicht genug Wolle da war, dann endlich neue Wolle kam, und dann staendig irgendetwas anderes zu strickendes dazwischen kam. Und beim Adventskalenderschal vom Wollkistchen haben ich am 2. Abend geribbelt, und dann damit aufgehoert. Nicht, weil das Muster oder die Wolle nicht schoen gewesen waeren, sondern einfach, weil ich abends nur limitierte Strickzeit habe, die dann nur fuer den Schal ausgereicht haette, aber nicht fuer anderes, was ich auch stricken wollte.
Ich mach einfach so weiter wie bisher – stricke, was so gerade “anfaellt”, d.h. worauf ich Lust habe, was ich gerade als Geschenk brauche, oder was mein Toechterchen gestrickt haben moechte. Allerdings habe ich mir Anfang des Jahres eine Liste gemacht, was ich so alles stricken sollte/muesste/taete – mal sehen, was ich davon in die Tat umsetze.Ich schreibe auch das erste Mal in meinem Leben mit, was ich gerade stricke, und wie viel Wolle ich dabei verbrauche. Mal sehen, wie lange ich das durchhalte – das Jahr ist ja noch recht jung.
Die verstrickte Dienstagsfrage 2/2012
Heute stellt das Wollschaf eine Frage an die Kleinteilstrickerinnen:
Wie strickt ihr in Runden gestrickte Kleinteile (Socken, Mützen usw.)? Benutzt ihr ein Nadelspiel? Was für eins, ein herkömmliches oder lieber Cubics??? Oder strickt ihr mit dem Magic Loop (Wunderschlinge) ?? Wenn ihr Socken mit Magic Loop strickt, strickt ihr jeden einzeln, oder gleich beide auf einmal????
Vielen Dank an Daniela für die heutige Frage!
Ich stricke meine Kleinteile (Socken, Handschuhe und Muetzen) auf zwei kurzen Rundstricknadeln. Strickt sich meines Erachtens etwas schneller als mit dem Nadelspiel. Die Finger der Handschuhe stricke ich dann aber doch mit einem 15cm Nadelspiel – ich habe auch mal 10cm lange Spielnadeln ausprobiert, aber mit denen habe ich mich nur gepiekst.
Die Magic-Loop Methode habe ich noch nicht probiert, aber das gleichzeitige Stricken von 2 Socken habe ich schon ausprobiert (siehe meine früheren Posts hier und hier). Allerdings bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das gleichzeitige Stricken von 2 Socken doch nicht wirklich eine Zeitersparnis bringt. Ausserdem kostet es Nerven, weil frau staendig Wollknaeuel auseinander sortieren muss.
P.S. Meine Tante hat mir mal gesagt, dass sich Socken auf einem 15cm Nadelspiel schneller stricken als auf einem 20cm Spiel, worauf ich erstmal ALLE meine Nadelspiele neu gekauft habe. Als ich dann anfing, die Socken auf Rundstricknadeln zu stricken, mussten dann die kurzen Rundstricknadeln her. In meinem Strickkorb finden sich also 1 10cm Nadelspiel (2.5), 6 15cm Nadelspiele (2, 2x 2.5, 3, 3.5, 4), 9 20cm Nadelspiele (2, 2x 2,5, 3, 3,5, 4, 4.5, 5, 6) und 6 Paare 40cm Rundstricknadeln (2,5, 3, 3,5, 4, 4.5, 5). Gestrickt wird hauptsaechlich mit den Rundstricknadeln Staerke 2,5, 3 und 4…
Nachtrag: ich besitze (fast) nur Metallnadeln. Damit kann ich gut stricken, und ich habe bisher keinen Sinn darin gesehen, auf Holz oder Bambus umzusteigen, oder “eckige” Nadeln auszuprobieren.
Kaffeelikoer
Etwas sehr leckeres fuer die kalte Jahreszeit – waermt von innen!
1 Tasse Kaffeebohnen
1 Tasse weisser oder brauner Kandis
in ein 750ml Flasche fuellen.
Mit hochprozentigem Alkohol (kein Weizenkorn, wir haben Wodka genommen, milder Whisky sollte auch geeignet sein) auffuellen, und 3 – 4 Wochen stehen lassen.
Am Anfang schweben die Kaffeebohnen noch oben, sinken aber langsam zu Boden, und der Kandis loest sich langsam auf. Nach ca 3 Wochen mal probieren, nach spaetestens 5-6 Wochen abgiessen, sonst wird das ganze etwas bitter und schmeckt “staubig”.






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