Archive for January 24, 2012
Die verstrickte Dienstagsfrage 4/2012
Heute bittet das Wollschaf darum, aus dem Naehkaestchen (bzw. Strickkoerbchen) zu plaudern:
Wenn man mit einem Hobby wie das Stricken oder Häkeln beginnt, geht es in einer ersten Phase darum, Techniken zu erlernen, zu beherrschen und zu verstehen und sich somit Herausforderungen zu stellen. Die Entdeckung an sich macht Spaß, und nach dem Motto “Mal gucken, wie es geht und ob ich das schaffe” beschäftigt man sich, solange alles neu und aufregend ist, schon mal mit Projekten, die man sonst nicht in Angriff nehmen würde. Bei mir waren es zum Beispiel Lace-Arbeiten, Zierdeckchen und Dekogegenstände, die ich als Kind und Jugendliche im Überfluss und in allen Varianten gestrickt und gehäkelt habe. Ist diese erste Entdeckungsphase aber vorbei und hat man sich selbst bewiesen, dass man bestimmte Dinge kann, werden sie uninteressant – und sind einem mitunter rückblickend, so geht es mir zumindest, vielleicht sogar eher peinlich. Ich bin neugierig: Was habt Ihr so in Eurer “Anfängerphase” gestrickt oder gehäkelt, was Ihr heute auf gar keinen Fall mehr machen würdet?
Vielen Dank an Martine für die heutige Frage!
Das allererste, was ich gestrickt habe (auf einer aus einer Klorolle gebastelten Strickliesel) war eine mehrere Meter lange geringelte Schlange. Die wurde ausgestopft, und mit Augen und Zunge versehen. Dann kam ein krausgestrickter Teddy dazu (in der 4. Klasse entstanden). Den habe ich unlaengst im Keller meiner Eltern wieder gefunden und fuer meine Tochter mitgenommen, da ich ihn immer noch sehr huebsch finde. Puppenkleider habe ich nie gestrickt, ob ich Topflappen gehaekelt habe, weiss ich gar nicht (bestimmt – irgendwie muss ich ja haekeln gelernt haben!). In meiner Teeniezeit in den 80zigern habe ich Pullover und Schals und Handschuhe gestrickt, allerdings auch nicht im Uebermass. Die, die ich gestrickt habe, gibt es noch, und so schlimm waren die wirklich nicht! Zwei Islandpullis aus Studizeiten existieren auch noch, und die sind zeitlos.Alles, was ich in dieser Zeit gestrickt habe, wuerde ich durchaus wieder stricken – und manchmal frage ich mich sogar, woher ich die Geduld dafuer hatte!
Nach einer laengeren Strickpause (in der Wueste ist es nun mal zu warm zum stricken) stricke ich jetzt seit ein paar Jahren wieder – und probiere auch immer mal wieder was neues aus, unter anderem habe ich das Lochmuster/Lace stricken entdeckt. Peinlich ist mir davon aber nichts, und vieles, was ich ausprobiere, wende ich auch weiterhin an. Jetzt muss ich mir nur wieder an grosse Teile wagen (ok, ein Anfang ist gemacht) und mehrfarbiges Stricken.
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