Archive for February 2, 2012
Crepes
Heute ist Chandeleur (Maria Lichtmess (Rituelle Reinigung Marias nach der Geburt), oder Vorstellung Jesu im Tempel). An diesem Tag, der 40 Tage nach Weihnachten stattfindet, werden in Frankreich traditonell Crepes gegessen. Ausserdem zuendet man an diesem Tag ganz viele Kerzen an.
Der Tag hat natuerlich nicht nur christliche Wurzeln – zu roemischen Zeiten wurde an diesem Tag das Lichtfest gefeiert, und die Germanen (sowie Kelten und Gallier) feierten das Nahe Ende des Winters. Entsprechend gibt es auch einige Bauernregel, die sich an diesem Tag orientieren. In meinem Gartenkalender steht: “ist es an Lichtmess hell und rein, wird’s ein langer Winter sein”. Dem Wetter draussen nach wird es dann wohl auch noch ein Weilchen so bleiben. Ein paar weitere Bauernregeln zu diesem Tag hier. Auch im Franzoesischen gibt es einige Wetterregeln dazu, die aehnliches besagen.
Wir haben dann natuerlich heute abend auch Crepes gemacht. Interessanterweise kommt in den Crepe-Teig Butter, und er ist etwas dickfluessiger als “deutscher” Pfannkuchenteig (bzw. zumindest als das, was ich als Pfannkuchenteig kenne)
150g Mehl
2 Eier
20g Butter
200ml Milch
1 Prise Salz
Alles mit einem Schneebesen gut verschlagen, dann den Teig mindestens 20 Minuten ruhen lassen. In einer Pfanne bei nicht zu hoher Hitze backen. Da ich noch keine Crepepfanne besitze, musste meine gute Gusseisenpfanne herhalten.
Die Crepes werden mit Zucker bestreut, in Achtel gefaltet und dann gegessen. Man kann sich auch noch ein bisschen Armangnac drauf-traeufeln. Wer es lieber kraeftig mag, fuellt die Crepes mit geriebenem Kaese und Schinken.


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