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Anisplaetzchen 2. Versuch
Vor ein paar Tagen habe ich mich nochmal an den Anisplaetzchen versucht. Ich habe wieder das Familienrezept genommen, diesmal aber die Eier und den Zucker ueber dem Wasserbad fuer 15 Minuten schaumig geruehrt, und dann angewaermtes Mehl (einfach auf die Heizung gestellt) dazugegeben. Und die Haeufchen habe ich auf gefettetes, gemehltes Backpapier gesetzt. Sie sind auch aufgegangen – aber es gab auch diesmal keine Haeubchen/Fuesschen, weil ich dummerweise habe, die Herdplatte auszumachen. Der Teig wurde dadurch zu fest….
Irgendwie habe ich mit den Anisplaetzchen einfach kein Glueck – aber ich werde es naechstes Jahr wieder versuchen – und dann ein bisschen besser aufpassen
Hier die “vergrotenen” Plaetzchen vor dem Backen
Man kann deutlich erkennen, dass sie zu fest sind, da sich keine glatte Oberflaeche gebildet hat.
Nikolaustag
Seit meine Tochter auf der Welt ist, habe ich es zur Tradition gemacht, zu Nikolaus ein Lebkuchenhaus zu backen (und natuerlich auch zu verzieren). Da es in meiner Familie keine ueberlieferten Lebkuchenrezepte gibt, greife ich dafuer auf die Rezeptesammlung in Chefkoch zurueck – dieses Jahr habe die Lebkuchen nach diesem Rezept gebacken. Das Lebkuchengewuerz habe ich selbst gemacht – aus Zimt, Nelken, Kardamon, Koriander und Ingwer.
Liebevoll verziert haben wir es natuerlich auch – mit Schokolinsen, Schokokringeln und Geleeringen. Alles aus Deutschland “importiert”, weil ich das hier im Supermarkt noch nicht gefunden habe.
Hexe sowie Haensel und Gretel standen auch schon vor zwei Generation vor dem Lebkuchenhaus.
Einen Weihnachtsbaum haben wir auch schon – allerdings steht der noch nicht im Haus, sondern mit Lichterkette auf der Terrasse. Heiligabend morgens werden wir ihn dann reinholen und schmuecken, wie es sich gehoert.
Anisplaetzchen – die Fortsetzung
Die Anisplaetzchen mussten ja ueber Nacht erstmal trocknen, bevor sie in den Ofen durften. Leider hat es auch dieses Jahr mit den Fuesschen/Haeubchen nicht geklappt. Sie sind wie jedes Jahr einfach platt geblieben.
Und wie kommt man jetzt zu den Fuesschen oder Haeubchen – dafuer gibt es zwei Ansaetze:
Eier und Zucker bis zum “geht-nicht-mehr” schlagen – es gibt Vorschlaege bis zu 45 Minuten in der Kuechenmaschine, oder ueber dem Wasserbad mit dem Handrueher (aber bitte auch mindestens 20 Minuten)
Die Wahl der Backunterlage: am besten soll ein gefettetes und bemehltes Backblech sein, kein Backpapier (oder das auch fetten und einmehlen), oder Silikonunterlage.
Probieren wir es naechstes Jahr einfach wieder….
Hier aber noch ein Blick auf unseren Plaetzchenteller zum 1. Advent – von links nach rechts
Mandelknusperle, Anisplaetzchen, Vanillestange, Zimtsterne und Spritzgebaeck
Der Stollen- und Honigkuchenteller:
und unser Adventskranz. Selbst gebunden. Das erste Mal in meinem Leben. Die Zweige habe ich aus Bruessel mitgebracht, weil ich zufaellig an einem Blumenladen vorbeikam, der Adventskraenze und Tannengruen vor der Tuer hatte, und ich letztes Jahr, was Tannengruen anbetraf, bei uns nicht fuendig wurde.
Unseren Weihnachtsbaum koennen wir am Samstag holen – aber ganz nach Tradition muss der bis Heiligabend draussen bleiben. Erst dann wird er reingeholt und geschmueckt. In Frankreich ist es etwas anders – da steht der Baum schon Anfang Dezember geschmueckt im Zimmer.
Weihnachtsbaeckerei die fuenfte – Anisplaetzchen
Heute abend haben wir uns an die Plaetzchen gemacht, die uns immer die allergroessten Schwierigkeiten bereiten – Anisplaetzchen. Auch dieses Rezept stammt aus der Familie meines Mannes, und gehoert einfach zu Weihnachten dazu.
Anisplaetzchen sollen ja Haeubchen (oder Fuesschen), je nach Ansicht, bekommen. Dies wird dadurch erreicht, dass die Plaetzchen ueber Nacht getrocknet werden. Nur hat das bei uns bisher nur einmal in der ganzen Zeit geklappt, in der wir die Anisplaetzchen machen. Und wir koennen uns einfach nicht erinnern, was wir das eine Mal richtig gemacht haben. Trotz aller Fehlschlaege geben wir aber nicht auf, und versuchen es jedes Jahr auf’s Neue.
Oma Ilse’s Anisplaetzchen
7 Eier
400g Zucker
500g Mehl
1/2 Teeloeffel gestossener Anis. Gemahlener Anis geht auch, frisch im Moerser gestossener Anis ist aromatischer.
Die Eier mit dem Handruehrgeraet schaumig ruehren, bis die Masse ganz hell ist. Danach den Zucker einrieseln lassen, und weiterschlagen. Anis dazugeben. Das Mehl unterruehren – und die Konsistenz der Masse pruefen. Das geht am besten, wenn man mit Hilfe von 2 Teeloeffeln Probeplaetzchen auf ein Blech setzt. Das darf nicht zerlaufen, sondern sollte (weitestgehend) seine Form behalten, gleichzeitig aber auch eine glatte Oberflaeche haben. Wenn die Plaetzchen zerlaufen, noch etwas Mehl zugeben – in meinem Fall waren es dies mal 4 Essloeffel.
Etwa walnuss-grosse Plaetzchen auf ein Blech setzen (hier streitet sich die Backgemeinde, ob Backpapier, gefettetes Blech, oder gefettetes, gemehltes Blech am besten funktioniert), und ueber Nacht trocknen lassen. Auch hier streitet sich wieder die Backgemeinde – ueber Nacht im Keller, ueber Nacht bei Raumtemperatur, oder doch einfach nur ein paar Stunden in der Kueche trocknen lassen.
Jetzt steht ein Blech im Keller, das andere steht auf dem Kuechenschrank. Mal sehen, ob das einen Unterschied macht, und vor allem – ob die Plaetzchen morgen nun Haeubchen (oder Fuesschen) bekommen haben.
Weihnachtsbaeckerei die vierte – Spritzgebaeck
Als 2. Plaetzchensorte haben wir letztes Wochenende Spritzgebaeck gebacken. Es gibt dafuer sogar zwei alte Rezepte in der Familie meines Mannes – eins von muetterlicher Seite, eins von vaeterliche Seite. Wir haben uns fuer das “traditionellere” entschieden.
Tante Gertrud’s Spritzgebaeck
250g weiche Butter
250g Zucker
2 Eier
375g Mehl
125g Staerkemehl
1 Paeckchen Vanillezucker
Butter, Vanillezucker und Zucker mit dem Ruehrgeraet cremig schlagen, dann Eier einzeln hinzufuegen und weiterschlagen. Zum Schluss das Mehl und Staerkemehl portionsweise unterruehren, eventuell auf die Knethaken des Handruehrers umsteigen, da der Teig recht fest wird.
Es gibt nun verschiedene Moeglichkeiten, den Teig auf das Blech zu spritzen – mit Spritztuelle, Gebaeckpresse oder….. Fleischwolf mit Gebaeckvorsatz.
Wir haben uns fuer die Fleischwolfvariante entschieden, da der Teig ja doch recht fest ist, und ich letztes Jahr mit meiner Gebaeckpresse fast verzweifelt bin.
Fleischwolf gruendlich saubermachen, Teig reinstopfen, und gleichmaessig drehen. Es entstehen im Handumdrehen Teigschlangen, die man dann auf’s Blech legen kann.
So sieht das ganze dann aus, wenn man sich Muehe gibt
Das Gebaeck wird bei 180 Grad ca 10 – 12 Minuten gebacken, bis es goldgelb ist. Achtung, es bricht leicht.
Abkuehlen lassen, und in geschmolzene Schokolade (Kuvertuere) tauchen. Am allerbesten schmeckt es mit dunkler Kuvertuere – wir haben uns allerdings dieses Jahr ausgetobt, und mit dunkler, Milch- und weisser Schokolade ueberzogen.t
Hier noch das etwas weniger “traditionelle” Rezept
Oma Dorchen’s Spritzgebaeck
250g weiche Butter
250g Zucker
2 Eier
375g Mehl
2 Paeckchen Vanillezucker
1 Paeckchen Vanillepuddingpulver
Auch hier Butter, Vanillezucker und Zucker cremig ruehren, dann die Eier unterruehren. Mehl und Puddingpulver mischen, und portionsweise unter den Teig ruehren.
Der Teig wird etwas weicher als der oben angegebene.
Statt Vanillepudding kann Kakaopulver dazugegeben werden, oder aber gemahlene Mandeln.
Hier noch nachgereicht: ein Bild des fertigen Christstollens, der jetzt gerade im Keller ruht:
Weihnachtsbaeckerei die Dritte – Vanillestangen
Naechstes Wochenende ist schon der erste Advent. Daher wurde es auch Zeit fuer’s Plaetzchenbacken. Drei Sorten wurden es am Wochenende – Vanilliestangen, Spritzgebaeck und Zimtsterne. Jedes wird seinen eigenen Blogeintrag bekommen.
Die Vanillestange sind auch wieder ein altes Familienrezept (diesmal aus meiner Familie!) das von Tante zu Nichte vererbt wird. Zuerst wurden sie von meiner Grosstante gebacken, nach ihrem Tod dann von meiner Tante. Ich habe sie jetzt auch ins Repertoire aufgenommen, und backe sie jedes Jahr. Meine Tante auch noch – also koennen wir “vergleichsessen”. Ihre Stangen sind allerdings viel akkurater als meine.
Man benoetigt
575g Mehl
250 g Butter
250 g Zucker
8 Eigelb
1 Paeckchen Vanillezucker
Alle Zutaten zu einem Knetteig verarbeiten. Diesen dann im Kuehlschrank eine Weile ruhen lassen.
Den Teig portionsweise duenn auswellen (davor eventuell nochmal durchkneten, damit er geschmeidiger wird) und mit einem Messer in Streifen schneiden. Die Streifen sollten etwa fingerlang, und fingerbreit sein. Meine Tante und Grosstante nehmen bestimmt ein Lineal zu Hilfe, da alle Stangen die gleiche Groesse haben, Ich bekomme das nie so gut hin – meine Stangen sind unterschiedlich lang, unterschiedlich breit und manche haben auch etwas schiefe Winkel. Schmecken tun sie aber trotzdem…
Die Stangen dann bei 180 Grad ca 10 – 12 Minuten backen – sie sollten goldgelb sein.
Nach dem Backen etwas auskuehlen lassen, und mit Zuckerglasur bestreichen,
Weihnachtsbaeckerei die Zweite – Honigkuchen
Zimt, Nelken, Cardamon – das sind Gewuerze (und Duefte), die an Weihnachten erinnern, Sie duerfen in Lebkuchen, Spekulatius und Pfefferkuchen nicht fehlen. Bei uns kommen sie Weihnachten nicht nur in Lebkuchen, sondern auch in Honigkuchen zum Einsatz. Den haben wir dieses Wochenende gebacken, da auch Honigkuchen gerne ein bisschen durchziehen darf, bevor er genossen wird.
Das Rezept dafuer stammt auch wieder aus der Familie meines Mannes – aber diesmal von der anderen Seite.
Oma Dorchen’s Honigkuchen
250 g Honig
40 g Butter (oder Biskin)
50 Zucker
in einen Topf geben, und auf niedriger Stufe duennfluessig werden lassen. Dann etwas abkuehlen und eine 1/4 Tasse Kaffee zugeben
In der Zwischenzeit
1 EL Kakaopulver
1 TL Zimt
1/2 TL gemahlene Nelken
abgeriebene Schale einer 1/2 Zitrone
50g gemahlene Mandeln
1 Paeckchen Hirschhornsalz und
400g Mehl
mischen. 2 verquirlte Eier und die Honigmischung mit einem Kochloeffel unter das Mehl mischen. Wenn alles gut durchgemischt ist, noch 100g Zitronat und 100g Sultaninen unterruehren.
Den Teig in eine gefettete flache Form fuellen und bei 180 Grad ca 45 Minuten backen. Nach ca einer halben Stunde eine Staebchenprobe machen. Dazu ein Holzstaebchen (Schaschlikspiess) in die Mitte des Kuchens einstechen. Wenn er sauber herauskommt, also kein Teig mehr dran klebt, ist der Honigkuchen fertig. Bei uns war er nach 35 Minuten gar.
Den Honigkuchen etwas abkuehlen lassen, dann in Streifen schneiden und alle Seiten mit geschmolzener Kuvertuere ueberziehen. Je dunkler die Schokolade, desto besser….








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